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Familiengartenhaus Stiftung

Leben im Gartenfamilienhaus

Im Gartenfamilienhaus wird nicht nur gewohnt, sondern gelebt und zwar M I T E I N A N D E R.

Nachfolgend sind einige von der Stiftung angeregte Aktivitäten beschrieben, die einen kleinen Eindruck vom Leben im Gartenfamilienhaus geben.

Die Bewohner trafen sich in den Jahren 2007 bis 2009:

  • regelmäßig im Gemeinschaftsraum – zu den Treffen lud zunächst die Stiftung ein, später eine Hausbewohnerin. In der Einladung standen die aktuellen Themen. Nachher wurde ein Protokoll des Treffens erstellt und durch Aushang bekannt gegeben.
  • zur Gymnastik – nach einer DVD von Pilates
  • zum gemeinsamen Fernsehen von Fußballspielen – die Fernsehgeräte wurden dazu von einem Bewohner gestellt.
  • zum Grillen, Diskutieren und Feiern.
  • Im Garten wurde ein Weihnachtsbaum aufgestellt.
  • Die Kinder bauten, wann immer sich die Möglichkeit bot, einen Schneemann.

Adventszeit

Gut angenommen wurde das wöchentliche Adventsbasteln einer andern Hausbewohnerin. Mit den Bastelarbeiten wurde unter anderem der, im Garten aufgestellte, Weihnachtsbaum geschmückt. Er wurde von der Stiftung bezahlt.

AdventstreffenBei einem der Treffen übergab Pfarrer Gnatowski zusammen mit zwei Gemeindemitgliedern die, auf dem Pfarrfest gesammelten, Spenden.

Dabei wurde eine kleine Geschichte vorgelesen.

Eine weitere Hausbewohnerin ist Sozialpädagogin. Sie hat eine schleichende Krankheit und ist auf den Rollstuhl angewiesen. Soweit es ihre Krankheit erlaubt bastelt und malt sie mit den Kindern.

Die Bewohner des Hauses und deren Freunde, welche sich aktiv am Gartenbau, der Kinderbetreuung und anderen Arbeiten für die Gemeinschaft beteiligten, erhielten in der „Projektzeit“ von der Stiftung einen Aufwendungsersatz von je 5 € pro Stunde. Außerdem übernahm die Stiftung die Kosten für Unterrichts- und Bastelmaterial.

Kind mit Ballons

Kölner Brauchtum/Karneval

Als Kölner Stiftung ist es uns ein Anliegen, dass die Bewohner des Gartenfamilienhauses, die nicht aus Köln kommen, das Kölner Brauchtum kennen lernen. Und natürlich auch die Gelegenheit bekommen, es zu feiern.

Wie zu den anderen gemeinsamen Vorhaben trafen sich die Bewohner auch zur Planung der verschiedenen Karnevalsfeiern und -aktivitäten. Der Karnevalszug von Nippes kommt direkt am Haus vorbei.

Unter den Gegebenheiten entwickelt sich die gegenseitige Nachbarschaftshilfe fast von selbst.

Ende 2009 zog sich die Stiftung aus dem Projekt zurück. Die Bewohner organisieren jetzt das Zusammenleben alleine.

Deutschkurse und Kinderbetreuung

Die Stiftung beschäftigte eine schwer behinderte Rollstuhlfahrerin, die Sozialpädagogik studierte und im Haus wohnt. Vom 1.12.2007 bis zum 31.08.2008 wurden die Leistungen stundenweise abgerechnet.

Da sie gut ankamen, stellte die Stiftung die Damen vom 1.09.2008 bis 30.09.2009 mit 20 Stunden wöchentlich fest an.

Zu ihren Aufgaben gehörten:

Deutschunterricht

Insbesondere für Mütter mit Kleinkindern. Zwei sprachen (11 Jahre nach ihrem Zuzug) kaum Deutsch. Angeregt durch den Unterricht fanden sie den Mut ihre Kinder im Kindergarten anzumelden und später an den Kursen der Stadt teilzunehmen.

Leitung eines Lesekreises

Betreuung der Kinder
zwischen 6 und 12 Jahren

Dazu gehörte der Nachhilfeunterricht – zwei Kinder, waren beim Einzug jeweils zwei Jahre zurück gesetzt. Im Februar 2009 und 2010 erreichten alle fünf Kinder der Nachhilfegruppe das Klassenziel. Eines schaffte die Aufnahme in die Realschule.

In den Ferien unternahm sie mit den Kindern etwas Besonderes. Zum Beispiel:

  • Eisessen in einem Cafe
  • Besuche im Kölner Zoo, einen Zirkus
    und im Odysseum
  • In den Sommerferien 2008 übte sie mit den Kindern ein kleines Theaterstück ein. Zusätzlich lernten sie von einer der Mütter zwei Tänze. Die Aufführung fand am 8. August 2008 statt. Dazu wurden Gäste „bei gutem Wetter in den Garten“ eingeladen. Leider war das Wetter schlecht. So kamen nur wenige Menschen unter anderem Pfarrer Gnatowski und Kaplan Eichinger. Die Kinder hatten eine Kulisse gemalt, Kostüme gebastelt und machten ihre Sache so gut, dass Pfarrer Gnatowski sie zum Pfarrfest einlud – auf dem für unsere Stiftung gesammelt wurde.
  • Von dem erlösten Eintrittsgeld (27,10 €) kaufte sie mit den Kindern Spielzeug. Dazu besuchten sie drei Geschäfte, diskutierten und beschlossen was gekauft wurde. Anschließend richteten die Kinder im Gemeinschaftsraum eine gemütliche Spielecke ein.

Weiter beschäftigte die Stiftung zeitweise eine Betreuerin für die Kinder während des Deutschunterrichts der Mütter. Die Betreuerin wohnt in dem Mehrgenerationenhaus von Ehrenfeld, welches mit Hilfe des Vereins „Wohnen mit Alt und Jung e. V.“ erstellt wurde.